Plaud Note Pro im Test: Kosten, DSGVO und Erfahrungen

Zuletzt geprüft am 18. Oktober 2026

Illustration im Stil der 60er-Jahre: Eine Geschäftsfrau diktiert in eine Plaud Note Pro, ein Roboter mit Krawatte legt Karteikarten in einen petrolfarbenen Aktenschrank.
Bild: mit KI erstellt

Mein Fazit in 60 Sekunden

Ich nutze die Plaud Note Pro seit Ende September 2026. Überzeugt hat mich zuerst die Bauform: Das Gerät ist so groß wie eine Kreditkarte und knapp 3 Millimeter dünn. Ich halte damit Ideen fest, sobald sie entstehen. Das sind Geschäftsideen, Gedanken zu laufenden Projekten und Ideen für neue Automatisierungen. Aufschreiben muss ich sie nicht mehr.

Den größten Vorteil sehe ich in den Schnittstellen. Plaud lässt sich über MCP und eine Kommandozeile mit KI-Werkzeugen verbinden. MCP ist ein offener Standard, über den KI-Assistenten auf andere Programme zugreifen. Ich diktiere unterwegs eine Aufgabe. Wenn ich an meinen Computer komme, hat meine KI daraus bereits einen Eintrag in meiner Aufgabenliste gemacht.

Ich empfehle Plaud Unternehmern mit vielen Gesprächen, Meetings und Notizen. Wer nur gelegentlich eine Sprachnotiz aufnimmt, kommt mit dem Smartphone aus.

Was ist Plaud?

Plaud baut KI-Diktiergeräte. Das Gerät nimmt Gespräche, Telefonate und Gedanken auf. Die App macht daraus ein Transkript, eine Zusammenfassung und auf Wunsch Aufgaben oder Texte nach Vorlage. Die Plaud Note Pro ist so groß wie eine Kreditkarte, 2,99 Millimeter dünn und wiegt 30 Gramm.

So nutze ich Plaud im Betrieb

Früher habe ich Ideen auf drei Wegen festgehalten: als Sprachnachricht, als Sprachmemo oder als E-Mail an mich selbst. Danach lagen sie an drei Orten, und ich musste sie wieder zusammensuchen.

Heute läuft es so:

  1. Mir fällt etwas ein, und ich diktiere es in die Plaud Note Pro. Das kann eine Idee sein oder eine Aufgabe.
  2. Ein kleines Programm holt die Aufnahme jede Stunde aus meinem Plaud-Konto auf meinen Computer. Dafür öffne ich weder die Plaud-App noch die Plaud-Webseite.
  3. Eine Routine in Claude liest die neuen Aufnahmen. Aus jeder diktierten Aufgabe macht sie einen Eintrag in meiner Aufgabenliste und bereitet die Umsetzung vor.

So bleibe ich bei konzentrierter Arbeit im Fluss. Ich halte einen Gedanken in wenigen Sekunden fest und arbeite weiter. Den Rest erledigen meine Automatisierungen, ohne dass ich sie anstoßen muss. Genau das macht Plaud für mich wertvoll.

Was kostet Plaud?

Plaud kostet an zwei Stellen: einmal für das Gerät und auf Wunsch monatlich für einen Tarif mit mehr KI-Auswertung.

Gerät Preis Mikrofone Akku
Plaud Note Pro 189,00 € 4 Mikrofone plus 1 VPU, bis 5 m bis 30 h Aufnahme
Plaud Note 169,90 € 2 Mikrofone plus 1 VPU, bis 3 m bis 30 h Aufnahme
Plaud NotePin S 179,00 € 2, bis 3 m bis 20 h Aufnahme
Plaud NotePin 169,90 € 2, bis 3 m bis 20 h Aufnahme
Tarif Monatlich Jährlich (je Monat) Transkriptionsminuten
Starter 0 € 0 € 300 im Monat
Pro 19,99 € 9,20 € 1.200 im Monat
Unlimited 34,99 € 18,70 € unbegrenzt

Stand: 18. Oktober 2026, Preise laut Plaud. Preise können sich ändern.

Ich habe mit dem kostenlosen Starter-Tarif begonnen und wechsle zu Unlimited. Dann muss ich nicht mehr auf die Minuten achten. Für die Automatisierung selbst brauchst du kein Abo. Die offizielle Plaud-Kommandozeile funktioniert bei mir auch im kostenlosen Tarif.

Plaud und Datenschutz: Was Unternehmer wissen müssen

Das ist keine Rechtsberatung. Wenn du Kundengespräche aufnimmst, kläre den Einsatz mit deinem Datenschutzbeauftragten.

Plaud automatisch synchronisieren, ohne die App zu öffnen

Eine Sache stört mich an Plaud: Wer seine Aufnahmen weiterverarbeiten will, öffnet dafür normalerweise die App und exportiert jede Aufnahme einzeln. Das geht auch automatisch.

Plaud hat eine offizielle Kommandozeile (npm-Paket @plaud-ai/cli). Du meldest dich einmal mit plaud login an. Danach kann ein eigenes Skript deine Aufnahmen abholen, ohne dass du die App öffnest. Bei mir läuft das jede Stunde: Jede Aufnahme landet mit Plauds Zusammenfassung, Highlights und Transkript als Textdatei in einem Ordner, das Audio daneben. Den Ordner kannst du zusätzlich in einem privaten GitHub-Repository sichern. Deine KI-Routinen in Claude oder ChatGPT lesen von dort mit.

Dazu gibt es laut Plaud einen MCP-Server (Beta). Damit greifen KI-Assistenten direkt auf deine Aufnahmen zu.

So sieht es aus: Neue Plaud-Aufnahmen liegen als Text und Audio im Ordner, plaud-sync meldet sie per Mitteilung.

Meine fertige Software dafür bekommst du kostenlos. plaud-sync holt jede Stunde deine neuen Aufnahmen als Text und Audio in deinen Ordner, ohne Export und ohne Kopieren. Auf dem Mac installierst du sie per Doppelklick, für Windows und Linux liegt eine Anleitung bei. Dazu bekommst du einen fertigen Prompt, mit dem deine KI aus jeder diktierten Aufgabe einen Eintrag in deiner Aufgabenliste macht. Vom Gerät in dein Plaud-Konto kommen die Aufnahmen wie gewohnt über die Plaud-App.

Stärken und Schwächen

Stärken

Schwächen

Alternativen zu Plaud

Sprachnachrichten, Sprachmemos und E-Mails an dich selbst funktionieren auch. Der Nachteil: Deine Gedanken liegen danach an verschiedenen Orten.

Diese Wege gibt es außerdem:

Alternative Was es ist Für wen
Diktier-App auf dem Handy Aufnahme und Transkript ohne Zusatzgerät wer nur ab und zu diktiert
tl;dv oder Fireflies KI-Protokoll für Videokonferenzen wer vor allem online spricht
Soundcore Work KI-Diktiergerät von Anker wer ein zweites Gerät vergleichen will
TicNote KI-Diktiergerät von Mobvoi wer ein zweites Gerät vergleichen will

Getestet habe ich hier nur die Plaud Note Pro. Für Ideen und Diktate unterwegs bleibe ich dabei, weil ich sie per Kommandozeile mit meinen KI-Routinen verbinden kann.

Häufige Fragen

Was kostet Plaud im Monat?
Das Gerät kaufst du einmal, die KI-Auswertung läuft über einen Tarif. Starter ist kostenlos und enthält 300 Transkriptionsminuten pro Monat. Pro kostet 19,99 Euro im Monat oder 9,20 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung und enthält 1.200 Minuten. Unlimited kostet 34,99 Euro im Monat oder 18,70 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung. Stand: 18. Oktober 2026, Preise laut Plaud, sie können sich ändern.
Kann ich Plaud ohne Abo nutzen?
Ja. Mit dem kostenlosen Starter-Tarif bekommst du 300 Transkriptionsminuten pro Monat. Wer mehr Gespräche aufnimmt, braucht Pro oder Unlimited.
Ist Plaud DSGVO-konform?
Plaud nennt DSGVO, ISO 27001, SOC 2 und weitere Nachweise und betreibt laut Trust Center ein Rechenzentrum bei AWS in Frankfurt. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit Standardvertragsklauseln ist Teil der gewerblichen Nutzungsbedingungen. Für die KI-Auswertung nutzt Plaud Sprachmodelle wie GPT, Claude und Gemini, für Nutzer in der EU laut eigener Angabe über in der EU gehostete Unterauftragsverarbeiter. Ob das für deine Gespräche reicht, klärst du mit deinem Datenschutzbeauftragten. Wichtig: Ein Gespräch aufnehmen darfst du nur, wenn alle Beteiligten zustimmen.
Was ist der Unterschied zwischen Plaud Note und Plaud Note Pro?
Die Note Pro hat vier statt zwei Mikrofone, nimmt laut Plaud bis zu fünf statt drei Meter entfernt auf, hat einen größeren Akku und wechselt selbst zwischen Telefonat und Besprechung. Sie kostet 189 Euro, die Plaud Note 169,90 Euro. Beide sind so groß wie eine Kreditkarte und haben 64 GB Speicher. Stand: 18. Oktober 2026.
Welche Sprachen versteht Plaud?
Laut Plaud über 112 Sprachen, darunter Deutsch. Einzelne KI-Funktionen gibt es laut Hersteller nicht in allen Sprachen.
Darf ich Gespräche mit Plaud aufnehmen?
Nur mit Zustimmung aller Beteiligten. Wer in Deutschland das nicht öffentlich gesprochene Wort eines anderen ohne Befugnis aufnimmt, macht sich nach Paragraf 201 Strafgesetzbuch strafbar. Sag also vor jedem Telefonat und jeder Besprechung, dass du aufnimmst, und hol dir das Okay.

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