Wenn du mit künstlicher Intelligenz mehr Geld verdienen willst, achte auf eine neue Kennzahl: deinen Verdienst pro 1.000 Wörter. Sie ersetzt bei mir den klassischen Stundensatz.
Mein Weg vom Stundenlohn zum Stundensatz
Ich habe mein ganzes Leben auf den Stundensatz geachtet. Wie viel verdiene ich pro Stunde, und wie kann ich das verbessern?
Angefangen habe ich als Aushilfe auf einem Bauernhof mit etwa 7 Euro pro Stunde. Als Designer im Studium bekam ich 20 bis 25 Euro. Als Freiberufler waren es vielleicht 60 bis 65 Euro.
Dann hatte ich ein eigenes Unternehmen und habe nicht mehr meine Stunden verkauft, sondern Produkte, Lösungen und Ergebnisse. So kam ich auf ein paar Hundert Euro pro Stunde. Mit hochpreisigen Angeboten lag ich später bei 1.000 bis 1.500 Euro pro Stunde Arbeitszeit.
Wo dein eigener Stundensatz liegt, kannst du mit dem Stundensatz-Rechner ausrechnen.
Was KI-Mitarbeiter am Stundensatz ändern
Wer mehrere Zehntausend Euro pro Stunde verdienen wollte, musste bisher Mitarbeiter einstellen. Die meisten Geschäftsmodelle lassen nichts anderes zu.
Das ändert sich gerade. Heute kannst du KI-Mitarbeiter oder KI-Agenten einsetzen. Sie vervielfachen dich und arbeiten, während du gar nichts tust. Gibst du ihnen die richtigen Anweisungen, Ziele und Ergebnisse, arbeiten sie 24 Stunden im Hintergrund.
Damit könntest du theoretisch Tausende Mitarbeiter haben, ohne einen Menschen einzustellen. Und dein Verdienst pro Stunde kann auf mehrere Tausend Euro steigen, später vielleicht weit mehr. Die Richtung ist klar.
Das Problem: Welche Aufgaben bringen wirklich Geld?
Ich mache jeden Tag sehr viele Aufgaben. Dir geht es wahrscheinlich genauso. Hier eine Idee, dort ein Projekt, dazu verschiedene Produkte.
Normalerweise bringen wenige Aufgaben den größten Teil des Ergebnisses. Das kennst du als 80-20-Prinzip: 20 Prozent deiner Aufgaben bringen 80 Prozent des Geldes. Im Idealfall steckst du deine ganze Zeit in diese Aufgaben.
Von Hand ist das kaum zu überblicken. Du arbeitest an zehn Dingen gleichzeitig, oft sogar in einer einzigen Unterhaltung mit der KI. Eine Stunde lässt sich so keiner Aufgabe mehr zuordnen. Deinen Verdienst pro Stunde kannst du nicht mehr realistisch messen.
Die Lösung: Verdienst pro 1.000 Wörter
Mir ist aufgefallen: Eigentlich ist alles schon festgehalten. Ich diktiere den ganzen Tag meine Anweisungen an die KI. Meine Diktat-App speichert jede Anweisung lokal, und ich kann sie exportieren. Welche App ich nutze, steht im Artikel Wispr Flow auf Deutsch.
Damit sieht meine KI genau, wann ich was gesagt habe und wie ich es formuliert habe.
Deshalb gebe ich ihr jede Woche diese Aufgabe: Analysiere alles, was ich dir diese Woche gesagt habe. Schau, was ich verdient habe und womit. Und zeig mir, wo ich den größten Verdienst pro 1.000 Wörter hatte.
Ich messe also nicht mehr in Stunden, sondern in Verdienst pro 1.000 Wörter Anweisungen an die KI. Für mich ist das ein riesiger Unterschied.
Warum die Wortzahl so viel verrät
Die Kennzahl zeigt nicht nur, welches Projekt Geld bringt. Sie zeigt auch, wie gut deine Anweisungen sind.
Vergleiche diese zwei Anweisungen:
- „Mach den Button auf der Webseite blau, damit mehr Leute klicken.“
- „Optimiere die Seite jeden Tag, bis sich mindestens 30 Prozent der Besucher eintragen.“
Bei der ersten muss ich jeden Test selbst ausdenken. Jeden Tag muss ich kontrollieren, ob es besser oder schlechter wurde. Dann frage ich nach den Zahlen von heute, am nächsten Tag wieder. Das sind sehr viele Wörter, bis ein Ergebnis da ist.
Bei der zweiten macht die KI das selbst, jeden Tag, bis es funktioniert. Ich habe viel weniger gesagt und viel mehr erreicht. Genau das macht die Kennzahl sichtbar.
So sieht die Auswertung aus
Speichert deine KI zusätzlich alle Sitzungen auf deinem Computer, kann sie beides jede Woche zusammen auswerten. Dann sagt sie dir zum Beispiel:
„Du steckst 30 Prozent deiner Zeit in eine Sache, die nur 3 Prozent Umsatz bringt. Hier liegt dein Verdienst bei 25 Euro pro Stunde. Mit dieser anderen Sache liegt er bei 3.000 Euro.“
Das ist sehr aufschlussreich. Du merkst schnell, was totaler Quatsch ist und dich nicht nach vorne bringt. Und du machst mehr von dem, was dir wirklich Geld bringt. Wie du dabei weniger arbeitest und mehr verdienst, beschreibe ich auch im Artikel Gewinn steigern.
Mein Wochenhebel
Bei mir läuft das als feste Routine. Ich nenne sie Wochenhebel. Meine KI bekommt jede Woche dieselbe Anweisung: Hilf mir, meinen Verdienst pro Stunde zu verdoppeln und gleichzeitig meinen Umsatz zu verdoppeln.
Dafür liest sie alle Gespräche der Woche, schaut, was ich gemacht habe, was am meisten Geld gebracht hat und wo mein Verdienst pro 1.000 Wörter am höchsten war. Dann hilft sie mir, mehr davon zu machen.
So eine Schleife, die sich jede Woche selbst verbessert, nenne ich Flywheel. Mehr dazu im Artikel Flywheels im Business.
So baust du es nach
Du brauchst drei Dinge:
- Deine Anweisungen an die KI als Text. Am einfachsten diktierst du sie mit einer App, die alles speichert.
- Deine Umsätze der Woche und wofür sie entstanden sind.
- Eine feste Routine, in der deine KI beides jede Woche auswertet.
Der einfachste Start: Gib deiner KI das Video oben oder sein Transkript und sag ihr, dass du das auch für dich willst. Dann baut sie dir so eine Routine. Sie erinnert dich jede Woche daran, was dir wirklich Geld bringt und was nicht.
Verdienst pro 1.000 Wörter ist mein neuer Ersatz für den Stundensatz. Probier es aus.
Transkript zum Video
Zum Nachlesen, mit Zeitmarken zum Video. Aus den Untertiteln des Videos.
00:00 Achte auf diese Kennzahl, wenn du mit künstlicher Intelligenz noch mehr Geld verdienen möchtest. Ich habe damals Design studiert und mein ganzes Leben auf den Stundensatz geachtet. Also ich habe mir mal überlegt, wie viel Geld kann ich pro Stunde verdienen, wie kann ich das verbessern. Am Anfang habe ich irgendwie 7 Euro pro Stunde bekommen oder sowas. Da habe ich irgendwie als Aushilfe gearbeitet in irgendeiner Farm, also im Bauernhof oder so.
00:23 Dann wurde ich irgendwann mal Designer, dann habe ich als Student irgendwie 20 Euro, 25 Euro die Stunde bekommen. Dann war ich Freelancer, vielleicht 60, 65 Euro die Stunde. Dann hatte ich ein eigenes Business, habe dann nicht meine Stunde verkauft, sondern eben Produkte oder Lösungen oder Ergebnisse verkauft. Und bin dann auf ein paar hundert Euro die Stunde gekommen. Dann habe ich irgendwann hochpreisigere Produkte verkauft. Dann bin ich so auf 1500 Euro die Stunde pro Arbeitszeit gekommen.
00:50 So das war einfach das Ding. Also für jede Stunde, die ich gearbeitet habe, habe ich ungefähr zwischen 1000 und 1500 Euro verdient. Das war so, ist halt einfach so das, was für mich bisher möglich war. Und ich habe mir letztens die Frage gestellt, wie interessant das ist, weil das verändert sich jetzt eigentlich. Ich gebe ja jetzt, also normalerweise, wenn man mehrere 10.000 Euro oder mehrere 100.000 Euro pro Stunde verdienen möchte, muss man ja eigentlich Mitarbeiter einstellen ab irgendeinem Punkt, weil die meisten Geschäftsmodelle lassen das nicht zu.
01:23 Bis heute. Denn mit KI ist es jetzt eben möglich, KI-Mitarbeiter einzustellen oder KI-Agenten einzustellen. Und die können einen selber wieder multiplizieren. Und die können auch arbeiten, während man überhaupt gar nichts macht. Sondern wenn man denen die richtigen Anweisungen gibt, die richtigen Visionen, Ziele, Ergebnisse, die man erreichen möchte, dann arbeiten die im Hintergrund 24 Stunden lang. Man kann halt 10.000 KI-Agenten erschaffen, die irgendwas machen. Wenn man das richtige Ziel hat, die richtige Idee hat, dann ist es halt möglich.
01:52 Und so könnte man theoretisch tausende Mitarbeiter haben, ohne wirkliche Personen einzustellen. Und man könnte auch ohne Probleme eigentlich seinen Stundensatz auf mehrere 1.000, mehrere 10.000 oder sogar mehrere 100.000 pro Stunde erhöhen. Und das werden wir auch sehen. Da gibt es auch schon einige Beispiele, die das schon schaffen. Mehrere 1.000 oder vielleicht sogar mehrere 10.000. Aber das wird immer mehr kommen. Das ist ganz klar. Die Richtung ist ganz klar, dass das passiert.
02:20 Und da freue ich mich auch schon sehr drauf. Weil ich finde es einfach cool so, dass man KI-Agenten hat, die für einen Dinge tun. KI-Mitarbeiter. Und ich diese einfach steuere. Und dann habe ich mir überlegt, okay, wie kann ich... Also ich mache ja den ganzen Tag 1.000 Aufgaben. Das wird dir wahrscheinlich genauso geben. Du hast die Idee oder jene Idee oder dies oder das. Und es ist extrem schwer, eigentlich nachzuverfolgen.
02:43 Okay, welche Aufgaben bringen was und welche Aufgaben bringen gar nichts. Normalerweise ist es so, dass 1-2% der Aufgaben, die du machst, 64% des Ergebnisses bringen. Oder dieses klassische 80-20-Prinzip. 20% deiner Aufgaben bringt 80% des Geldes. Und natürlich willst du eigentlich im Idealfall deine ganze Zeit für die Aufgaben investieren, die viel Geld bringen. Und das halt immer weiter optimieren, damit du halt immer mehr Geld verdienst mit immer weniger Aufwand.
03:10 Und es ist gar nicht so einfach, das natürlich manuell zu schaffen. Wie soll man das machen? Also du sitzt halt da, dann diktierst du irgendwas oder schreibst irgendwas auf. Du hast verschiedene Ideen, verschiedene Projekte, vielleicht verschiedene Produkte. Und das zu überblicken ist unmöglich. Das geht gar nicht. Aber ich habe mir letztens überlegt, eigentlich ist es doch möglich. Weil ich diktiere ja erstens den ganzen Tag die Anweisungen.
03:33 Das heißt, alles, was ich sage, alle meine Prompts, die ich der KI gebe, die sind ja festgehalten. Weil ich habe zum Beispiel eine Diktat-App, da werden alle Prompts, die ich gegeben habe, einfach gespeichert, lokal. Die kann ich exportieren. Und die kann ich meiner KI geben. Das heißt, die kann genau sehen, wann habe ich was gesagt? Wie genau habe ich es gesagt? Wie habe ich die Sache beschrieben, die ich die beschrieben habe?
03:56 Also zum Beispiel habe ich jetzt gesagt, mach den Button blau oder habe ich gesagt, mach eine Conversion-optimierte Webseite? Das ist ein ganz großer Unterschied. Also mach den Button blau auf der Webseite, damit da mehr Klicks kommen. Oder habe ich geschrieben, mach die Webseite so, dass die Conversion optimiert wird und optimiere das jeden Tag, bis wir eine Eintragungsrate von 30 Prozent haben. Mindestens. So. Das sind ja zwei ganz unterschiedliche Prompts.
04:18 Und das eine ist, ich muss jeden Test selber überlegen oder ich muss jede Optimierung mir selber raussuchen und ausdenken. Und da muss ich jeden Tag eine Kontrolle machen, ist das besser oder schlechter. Dann kommen ja noch, okay, gib mir die Zahlen von heute. Dann am nächsten Tag, okay, gib mir die Zahlen von heute. Und das ist ja unglaublich viel Arbeit und ich muss unglaublich viel sagen, bis ich da mal ein Ergebnis habe.
04:39 Während ich, wenn ich einfach nur eine Conversion-optimierte Seite haben möchte mit Eintragungsrate von 30 Prozent, macht die KI das einfach selber. Jeden Tag. Die probiert das halt so lange, bis das funktioniert. Und damit habe ich natürlich viel weniger gesagt und viel mehr erreicht. Und das Coole ist, weil ich das alles diktiere, gebe ich meiner KI jetzt mittlerweile eine Analyse und sage, analysiere alles, was ich dir die ganze Woche erzählt habe, guck, was ich die Woche verdient habe, womit ich das Geld verdient habe und zeig mir, wo habe ich den größten Verdienst pro tausend Wörter, die ich dir gesagt habe.
05:12 Also ich messe nicht mehr in Stundensatz, sondern ich messe in Verdienst pro tausend Wörter Anweisungen, die ich der KI gegeben habe. Und das ist ein absoluter Game-Changer. Also wenn du Unternehmer bist, kann ich das nur massiv empfehlen, das umzudenken. Deinen Verdienst pro Stunde kannst du nicht realistisch messen. Das ist unmöglich bei so vielen Sachen, die dir wahrscheinlich einfallen. Du arbeitest ja auch an zehn verschiedenen Dingen in einem Thread wahrscheinlich gleichzeitig.
05:37 Also eine Konversation. Aber wenn du praktisch deine Transkripte sammelst von den Anweisungen, die du der KI gegeben hast, gleichzeitig die KI ja auch alle Sessions, also alle Sitzungen, die du mit der hattest, lokal auf deinem Computer speicherst, dann kann sie das auswerten jede Woche und dir genau sagen, das hat am meisten gebracht, das hat uns wirklich Geld gebracht und das hat eigentlich nur Zeit verschwendet. Und dann kann sie dir sagen, hey, schau mal Artur, du investierst 30% deiner Zeit für eine Sache, die nur 3% Umsatz bringt.
06:09 Ist das ein gutes Investment oder nicht? Hier ist dein Verdienst pro Stunde 25 Euro und hier mit der Sache, wenn du die machst, ist dein Verdienst pro Stunde 3000 Euro. Und das ist super interessant und ich habe meiner KI zum Beispiel einen Loop gegeben, einen Flywheel gegeben, wo sie mir jede Woche, da hat sie das Ziel, hilft mir jede Woche dabei, meinen Verdienst pro Stunde zu verdoppeln und gleichzeitig meinen Umsatz zu verdoppeln.
06:37 Das ist eine Anweisung, die meine KI jede Woche bekommt, das nenne ich Wochenhebel und in diesem Wochenhebel kriegt sie halt eben diese Anweisung. Also da sucht sie dann meine ganzen Konversationen von der Woche, schaut sich an, was ich gemacht habe, was hat am meisten Geld gebracht und wo habe ich am meisten Verdienst pro 1000 Wörter erreicht und dann hilft sie mir halt dabei, davon mehr zu machen.
06:59 Das ist sehr, sehr, sehr massiv wichtig und auch aufschlussreich für dich als Unternehmer, weil du nur noch die Dinge machst oder mehr von den Dingen machst, die dir wirklich Geld bringen und du immer wieder merkst, okay, ich sollte das nicht machen, das ist totaler Quatsch, das bringt gar nichts, das bringt mich nicht weiter, das bringt mich nicht nach vorne. Und ja, Verdienst pro 1000 Wörter, das ist mein neuer Ersatz für den klassischen Stundensatz und probiere es mal aus, gib deiner KI einfach dieses Video als Transkript oder verlinke einfach diesen YouTube-Link hier und sag hier, das möchte ich gerne auch für mich machen und dann wird sie das bei dir auch bauen und dir so eine Routine erstellen, wo sie dich jede Woche daran erinnert, was dir wirklich Geld bringt und was nicht.