CapCut Pro im Test: Kosten und meine Erfahrungen

Zuletzt geprüft am 3. November 2026

Illustration im Stil der 60er-Jahre: Eine blonde Unternehmerin schneidet am Laptop ein kurzes Video in CapCut, ein freundlicher Roboter mit türkiser Krawatte reicht ihr eine Filmrolle.
Bild: mit KI erstellt

Mein Fazit in 60 Sekunden

Ich habe CapCut seit Juni 2025 bezahlt und am 20. Oktober 2026 gekündigt. In dieser Zeit habe ich zusammen 313,10 € an CapCut überwiesen. Auf meinem Mac liegen 73 CapCut-Projekte aus der Zeit vom 7. Juli bis zum 11. Oktober 2026, allein 46 davon aus dem September.

CapCut passt, wenn du selbst schneidest und schnell Titel und Untertitel brauchst. Pro lohnt sich erst, wenn eine Funktion, die du wirklich brauchst, nur im bezahlten Tarif steckt. Für mich hat sich das geändert, seit meine KI für mich schneidet. Das macht sie in DaVinci Resolve, nicht in CapCut.

Was ist CapCut?

CapCut ist ein Schnittprogramm für Videos. Laut Datenschutzerklärung bietet es die Bytedance Pte. Ltd. aus Singapur an. Du nutzt es als App auf dem Handy, als Programm am Computer oder im Browser. Neben dem Schnitt gibt es Vorlagen, Effekte, Musik und KI-Funktionen wie automatische Untertitel.

So habe ich CapCut genutzt

Mein Ablauf war einfach. Ich habe Videos am Mac mit OBS aufgenommen, einem kostenlosen Programm für Bildschirm- und Kameraaufnahmen. OBS hat Kamera und Bild zusammengesetzt. In CapCut habe ich danach Titel, Untertitel und kleine Schnitte gemacht.

Die Zahlen dazu stammen aus den Projektdateien auf meinem Mac. Ich habe nur Datum und Länge gezählt, keine Inhalte. Das Ergebnis: 73 Projekte in gut drei Monaten. Ein typisches Projekt war rund zweieinhalb Minuten lang. Ein Projekt ist aber nicht gleich ein veröffentlichtes Video. Manche waren Versuche oder zweite Fassungen.

Ein Problem hat mich dabei Zeit gekostet. Aufnahmen aus OBS ruckelten in CapCut, obwohl die Datei 30 Bilder pro Sekunde meldete. Die Ursache lag in den Zeitstempeln der Aufnahme. Geholfen hat eine andere Einstellung in OBS, das Format fragmentiertes MP4, und im Zweifel eine Kopie mit fester Bildrate. Wenn deine Bildschirmaufnahmen in CapCut ruckeln, prüfe zuerst die Aufnahme, nicht den Schnitt.

Was CapCut kostet

Die deutsche Preisseite von CapCut nennt heute diese Preise:

Tarif Monatlich Jährlich Für wen
Free 0 € 0 € Einstieg und einfache Schnitte
Pro 23,99 € 199,99 € Premium-Vorlagen, mehr KI, 1 TB Speicher
Ultra 68 € 779 € viel KI-Video, mehr Guthaben
Teams 14,57 € bis 24 € je Platz 120 € je Platz mehrere Nutzer mit gemeinsamen Marken-Assets

Stand: 3. November 2026, laut der Preisseite von CapCut. CapCut schreibt selbst, dass diese Preise nur zur Orientierung dienen. Den verbindlichen Preis mit Steuern und Angeboten siehst du erst nach der Anmeldung. Neue Nutzer können Pro laut CapCut 7 Tage kostenlos testen. Die Preise ändern sich: CapCut erklärt auf einer eigenen Hilfeseite zur Preiserhöhung, warum bestehende Abos teurer wurden.

Das habe ich selbst bezahlt, laut meinen Kontoauszügen:

Zeitraum Betrag Zahlungsweg
Juni 2025 109,99 € eine Zahlung über PayPal
April 2026 10,62 € PayPal
Mai bis September 2026 17,93 € bis 18,23 € im Monat PayPal
Oktober 2026 101,98 € zwei Zahlungen in US-Dollar direkt an CapCut

Die Zahlungen von Mai bis September lagen also unter dem heutigen Listenpreis von 23,99 €. Welcher Tarif hinter den Oktober-Zahlungen steht, zeigt mein Kontoauszug nicht. In den 101,98 € stecken 2,00 € Auslandsgebühr. Mein Rat: Schau bei Abos in US-Dollar genau auf die Abrechnung, denn Wechselkurs und Gebühr kommen bei jeder Zahlung dazu.

Datenschutz für Unternehmer

CapCut speichert Daten laut Datenschutzerklärung auf Servern in Malaysia, Singapur und den USA. Für die Übermittlung in Länder ohne Angemessenheitsbeschluss nennt CapCut Standardvertragsklauseln. Daten, auch Eingaben in die KI-Funktionen, nutzt CapCut nach eigener Angabe unter anderem, um seine Technik und seine Modelle zu verbessern.

Für Aufnahmen mit Kunden, Mitarbeitern oder internen Zahlen würde ich vorher prüfen, ob es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gibt. Das ist keine Rechtsberatung. Kläre es mit deinem Datenschutzbeauftragten.

Stärken und Schwächen

Stärken:

Schwächen:

Warum ich gekündigt habe

Im Oktober 2026 habe ich alle laufenden Abos durchgesehen. Für Videos liefen mehrere Werkzeuge gleichzeitig, darunter CapCut und DaVinci Resolve Studio. Seit Mitte Oktober schneide ich meine Shorts in DaVinci Resolve. Dort steuert Claude Code den Schnitt und setzt die Untertitel. Wie das abläuft, zeige ich in KI-Videos erstellen. Mein letztes CapCut-Projekt stammt vom 11. Oktober, am 20. Oktober habe ich gekündigt.

Das heißt nicht, dass CapCut schlecht ist. Es heißt nur: Ein Werkzeug, das du kaum noch öffnest, solltest du nicht weiter bezahlen.

Alternativen zu CapCut

Werkzeug Preis Stärke Für wen
DaVinci Resolve kostenlos, Studio einmalig 245 € Schnitt, Farbe und Ton in einem Programm wer am Computer schneidet oder automatisieren will
Shotcut kostenlos, Open Source läuft auf Windows, Mac und Linux wer lokal und ohne Konto schneiden will
Kdenlive kostenlos, Open Source läuft auf Linux, Windows und Mac wer ein freies Programm vom KDE-Projekt sucht

Preise geprüft am 3. November 2026. Getestet habe ich davon nur DaVinci Resolve Studio.

Für wen CapCut Pro passt

CapCut Pro passt zu dir, wenn du jede Woche mehrere Clips selbst schneidest und eine bestimmte Pro-Funktion brauchst. Teste das zuerst mit Free und dann 7 Tage mit Pro, immer bis zum fertigen Export.

Wenn du nur ab und zu einen Clip schneidest, reicht Free. Wenn du deine Videos mit KI automatisieren willst, schau dir DaVinci Resolve an. Und wenn deine Videos noch keine Kunden bringen, liegt es selten am Schnittprogramm. Wie aus Reels Kontakte werden, steht in Werbung auf Instagram. Weitere Werkzeug-Tests findest du unter KI im Business, etwa meinen Test der Plaud Note Pro.

Häufige Fragen

Kann man CapCut auch ohne Abo nutzen?
Ja. Der Tarif Free kostet 0 € und enthält Vorlagen und die grundlegenden Werkzeuge zum Schneiden. Sobald du ein Element nutzt, das nur in Pro steckt, fragt CapCut nach einem Abo. Das passiert laut CapCut-Hilfe auch beim Export, etwa bei gesperrten Exporteinstellungen am Computer oder beim Export ohne Wasserzeichen am Handy. Prüfe deshalb mit einem echten Clip bis zum Export, ob dir Free reicht.
Was kostet CapCut Pro in Deutschland?
Die deutsche Preisseite nennt für Pro 23,99 € im Monat oder 199,99 € im Jahr, für Ultra 68 € im Monat oder 779 € im Jahr. CapCut schreibt dazu, dass diese Preise nur zur Orientierung dienen. Den verbindlichen Preis mit Steuern und Angeboten siehst du erst nach der Anmeldung. Stand: 3. November 2026.
Wie lange ist CapCut kostenlos?
Der Tarif Free ist nicht befristet. Für Pro bietet CapCut neuen Nutzern laut Preisseite eine kostenlose Testversion über 7 Tage an, ohne Kreditkarte. Ob du sie bekommst, hängt laut CapCut von Region, Plattform, Zahlungsweg und aktuellem Angebot ab.
Wer steckt hinter CapCut?
Laut Datenschutzerklärung bietet die Bytedance Pte. Ltd. aus Singapur CapCut an. Meine Zahlungen gingen an Gesellschaften namens Pipo in Singapur und Dublin, über die CapCut abrechnet.
Kann man CapCut bedenkenlos nutzen?
Für Firmenvideos würde ich genau hinsehen. CapCut speichert Daten laut Datenschutzerklärung auf Servern in Malaysia, Singapur und den USA. Eingaben in die KI-Funktionen und andere Daten dienen auch dazu, die eigene Technik zu verbessern. Vertrauliche Aufnahmen von Kunden oder Mitarbeitern gehören deshalb erst nach einer Prüfung mit deinem Datenschutzbeauftragten hinein.
Was ist besser als CapCut und kostenlos?
Einen allgemeinen Sieger gibt es nicht. DaVinci Resolve gibt es kostenlos, die Studio-Version kostet einmalig 245 €. Shotcut und Kdenlive sind kostenlos und Open Source. Ich schneide seit Oktober 2026 in DaVinci Resolve Studio, dort steuert meine KI den Schnitt.

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