Buch als Lead-Magnet: So planst du ein Buch, das Kunden bringt

Von . Stand: 4. November 2026

Illustration im Stil der 60er-Jahre: Ein großes Buch steht auf dem Schreibtisch, von allen Seiten kommen kleine Geschäftsleute darauf zu wie von einem Magneten angezogen.
Bild: mit KI erstellt

Alle Unternehmen, die ich aufgebaut habe, haben mit einem Buch angefangen. Für mich ist das bis heute die beste Marketingstrategie, die ich kenne.

Früher habe ich in einer großen Werbeagentur gearbeitet. Nach zwei Jahren habe ich mich selbstständig gemacht und meine eigene Buchagentur gegründet. Dort haben wir für Unternehmer und Coaches Bücher gemacht. Wir haben Interviews mit ihnen geführt, daraus den Text geschrieben und danach Design und Marketing übernommen. So sind Hunderte Buchprojekte entstanden, für Kunden und für mich.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du ein Buch als Lead-Magnet planst. Du erfährst, wie lang es sein muss, woher der Inhalt kommt und worauf es bei Thema, Titel und Cover ankommt.

Das Geld verdienst du hinter dem Buch

Du kannst ein Buch verkaufen und damit Geld verdienen. Das ist aber selten die klügste Idee. Ein Buch, das gut ankommt, bringt dir mehr, wenn dahinter ein weiteres Angebot steht. Ein Kurs, ein Coaching, eine Beratung, ein Shop oder eine Dienstleistung.

Hast du schon ein Angebot, sammelst du mit dem Buch Kontakte für genau dieses Angebot. Das klappt in fast jeder Branche. Wir haben Bücher gemacht für Alpenimmobilien, für Erbenberatung, für Recruiting, für Schmerztherapie und für Beratung von Ingenieuren. Sogar ein Zahnarzt verkauft über sein Buch seine Behandlung. Dazu weiter unten mehr.

Wie lang dein Buch sein muss

Mein Buch über Kryptowährungen hat 388 Seiten. Das muss nicht sein. Ich habe auch ein sehr dünnes Heft gemacht, fast wie ein kleines Magazin. Darin standen sieben Erfolgsprinzipien für mehr Kunden und Umsatz. Auch dieses Heft hat mir Beratungskunden gebracht.

Meine Regel: so lang wie nötig, so kurz wie möglich. Von 3 bis 500 Seiten ist alles machbar.

Für den Start empfehle ich dir ein E-Book mit 20 bis 40 Seiten. Das schaffst du an einem Tag. Ein E-Book hat drei Vorteile. Du kannst schneller testen. Du musst nichts verschicken. Und deine Leser haben das Buch sofort. Bewährt sich die Idee, machst du das Buch später größer und schöner. Ein dickes gedrucktes Buch lohnt sich erst, wenn du gezielt Autorität aufbauen willst.

Wichtiger als die Länge ist das Thema. Als Autor steckst du in einem Zwiespalt. Du willst genau sein, damit die richtigen Kunden kommen. Und du willst breit sein, damit möglichst viele kommen. Ich empfehle dir: Fang genau an. Richte dein Buch auf eine Zielgruppe aus, auf eine Art von Menschen. Warum das mehr bringt, erkläre ich im Artikel Zielgruppe eingrenzen.

Ein Beispiel: ein kleiner Ratgeber mit dem Titel „Sieben Dinge, die Sie beim Kauf Ihrer Wohnung in Düsseldorf beachten sollten“. Wer sich dafür einträgt, kauft sehr wahrscheinlich in den nächsten zwölf Monaten eine Wohnung in Düsseldorf. Für einen Makler ist jede dieser Adressen vermutlich Tausende Euro wert. Kosten wird sie ihn vielleicht 3 bis 5 €.

Der Inhalt steckt schon in deinem Kopf

Ein Buch entsteht heute viel einfacher als früher. Du kannst eine Sprachnachricht aufnehmen oder deine Gedanken einer KI diktieren. Du kannst ein Webinar, einen Kurs oder ein Coaching abschreiben lassen. Oder du nimmst ein Zoom-Gespräch mit einem Kunden auf und machst daraus ein Buch. Mit KI dauert das wenige Stunden.

Nimm dafür deine eigenen Worte und Geschichten, nichts Allgemeines aus ChatGPT. Das macht dein Buch wertvoll und zeigt, dass du dein Thema beherrschst.

Mein erstes großes Buch habe ich für meine Buchagentur geschrieben. Es zeigte, wie man ein Buch einsetzt, um Neukunden zu gewinnen. Damit habe ich Coaching-Kunden gewonnen. Viele Leser haben danach angerufen und gesagt: „Ich möchte das mit dir machen.“

Eines solltest du wissen. Nur 3 bis 5 % der Menschen lesen dein Buch jemals. Die meisten blättern ein paar Seiten durch. Trotzdem wollen sie es haben, so wie man Dinge sammelt. Deshalb entscheidet am Ende das Marketing, und zwar dauerhaft. Wie ich mein Buch mit einfachen Videos verteile, steht im Artikel Vom Video zum E-Mail-Kontakt.

Das Thema: ein Aha-Moment, der zu deinem Angebot führt

Bevor du ein Thema wählst, klär eine Frage: Was verkaufst du? Dann suchst du ein Thema, bei dem dein Wunschkunde durch dein Buch den ersten und größten Aha-Moment erlebt. Oder ein Thema, bei dem er in sehr kurzer Zeit ein konkretes Ergebnis erreicht.

Der Aha-Moment soll auf dein Angebot einzahlen. Zwei Beispiele:

Wer so einen Aha-Moment erlebt, sieht dich danach als Autorität.

Auch Geschwindigkeit funktioniert sehr gut. Viele meiner Bücher hatten dieses Thema. Ich habe zum Beispiel einmal Make-up-Pinsel verkauft. Dazu gab es ein Buch über ein Make-up in sieben Minuten. Darin haben wir die sieben Pinsel gezeigt, die man dafür braucht. Verkauft haben wir das Pinselset.

Mit einem Buch darüber, wie man in drei Tagen ein Online-Business aufbaut, haben wir Workshops in Düsseldorf und Wien verkauft. Im Buch stand, was wir im Workshop machen. Wer es umsetzen wollte, kam in den Workshop, und wir haben es mit ihm am Computer gemacht. Am besten löst dein Buch also ein bestimmtes Teilproblem.

Der Titel: Dein Wunschkunde muss denken „Das will ich“

Dr. Philipp Maatz ist Zahnarzt. Viele seiner Patienten haben Angst vor dem Zahnarzt. Sie trauen sich nicht mehr zu lachen. Sie schämen sich und halten die Hand vor den Mund. Für sie haben wir das Buch „Angstfrei lachen: Wie Zahnarztangstpatienten endlich ihre Lebensqualität zurückgewinnen“ gemacht. Das Buch hat sehr gut funktioniert. Wie Dr. Maatz damit Patienten gewinnt, steht im Artikel Direktmarketing.

Die Regel dahinter: Dein Traumkunde sieht den Titel und denkt: „Das will ich haben, sein oder erreichen.“ Stell dir vor, du bist dein absoluter Wunschkunde und siehst dein Buch. Denkst du sofort „genau das will ich“, dann hast du einen guten Titel.

Das Cover muss auf dem Handy wirken

Dein Buch wirst du meist über Facebook und Instagram bewerben. Am Anfang ist das in der Regel der beste Weg zu etwa 100 neuen E-Mail-Adressen am Tag. Dort scrollen die Menschen schnell. Dein Cover ist auf dem Bildschirm winzig.

Ich habe Design studiert. Meine Grundregeln für ein Cover sind trotzdem einfach:

Ein gutes Beispiel ist „My Probiotic Life: In drei einfachen Schritten zum gesunden Darm“. Auf dem Cover sind eine Banane und Möhren zu sehen. Beim Buch über Alpenimmobilien zeigt das Cover die Alpen. Man sieht sofort, worum es geht. Wer auf deine Anzeige klickt, landet auf einer schlichten Seite mit Cover, Titel und Eintragungsfeld. Wie du so eine Seite baust, steht im Artikel E-Mail-Liste aufbauen.

Dein erster Schritt

Beantworte vier Fragen schriftlich:

  1. Was verkaufst du, und an wen?
  2. Welchen Aha-Moment oder welches schnelle Ergebnis kann ein kurzes Buch deinem Wunschkunden geben, das zu deinem Angebot führt?
  3. Welcher Titel lässt ihn denken: „Das will ich“?
  4. Welches Kundengespräch, welcher Kurs oder welche Sprachnachricht liefert dir schon den Inhalt?

Dann nimm dir einen Tag und mach daraus ein E-Book mit 20 bis 40 Seiten. Teste es. Wenn sich die Idee bewährt, baust du es aus.

Häufige Fragen

Was sind Lead Magnete?
Ein Lead-Magnet ist ein kostenloses Geschenk, für das dir ein Interessent seine E-Mail-Adresse gibt. Ich nutze dafür Bücher, meist als kurzes E-Book. Der Leser trägt sich ein und bekommt das Buch sofort als Download. Du bekommst seinen Kontakt und weißt, welches Thema ihn beschäftigt. Danach kannst du ihm schreiben und ihm dein eigentliches Angebot zeigen, etwa eine Beratung, ein Coaching oder einen Kurs.
Wie kann ich mein Buch selbst vermarkten?
Am einfachsten mit kurzen Videos und, wenn du Budget hast, mit Werbung auf Facebook und Instagram. Im Video erzählst du etwas zu deinem Thema und lädst am Ende ein, ein Wort zu kommentieren. Dafür schickst du dein Buch kostenlos. Für Werbung brauchst du ein Cover mit starken Kontrasten und einem Titel, der auch klein lesbar ist. Marketing ist dabei keine einmalige Aufgabe. Du musst dauerhaft dranbleiben.
Kann man mit eigenem Buch Geld verdienen?
Ja, aber selten mit dem Verkauf des Buchs selbst. Das ist nicht die klügste Idee. Mehr verdienst du mit dem, was danach kommt: einem Kurs, einem Coaching, einer Beratung, einem Shop oder einer Dienstleistung. Das Buch bringt dir passende Kontakte für dieses Angebot. Alle Unternehmen, die ich aufgebaut habe, haben mit einem Buch angefangen. Das meiste Geld verdienst du immer mit den Folgeprodukten.
Was kann man tun, um Kunden zu gewinnen?
Gib deinen Wunschkunden einen einfachen Einstieg, zum Beispiel ein kostenloses Buch zu genau ihrem Problem. Wer sich dafür einträgt, zeigt dir, dass ihn das Thema beschäftigt. Wähle ein Thema, das ihm einen Aha-Moment oder schnell ein konkretes Ergebnis bringt und zu deinem Angebot führt. Dann bleibst du per E-Mail mit ihm in Kontakt. So arbeite ich seit Jahren: ein Buch zu einem Thema, Kontakte sammeln, per E-Mail verkaufen.
Ist ein E-Book besser als ein Buch?
Für den Start ja. Ich würde immer mit einem E-Book anfangen. Du kannst schneller testen, ob dein Thema ankommt. Du musst nichts verschicken. Und deine Leser haben das Buch sofort nach dem Download. 20 bis 40 Seiten reichen und sind an einem Tag gemacht. Bewährt sich die Idee, machst du das Buch größer. Ein dickes gedrucktes Buch lohnt sich, wenn du gezielt Autorität aufbauen willst.
Wie viel verdient man als Selfpublisher?
Mit dem Verkauf des Buchs allein verdienst du normalerweise nicht viel. Deshalb rechne ich anders. Ich frage, was mir ein Leser als Kontakt wert ist. Ein Beispiel: Ein Makler verschenkt einen Ratgeber zum Wohnungskauf in Düsseldorf. Jede Adresse kostet ihn vielleicht 3 bis 5 €. Wert ist sie ihm vermutlich Tausende Euro, denn der Leser kauft sehr wahrscheinlich in den nächsten zwölf Monaten eine Wohnung. Das Geld steckt im Angebot hinter dem Buch.

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