Marge berechnen: Rechner für Marge und Aufschlag

Von . Stand: 14. Oktober 2026

Die Marge ist dein Rohgewinn geteilt durch den Verkaufspreis. Der Aufschlag ist derselbe Rohgewinn geteilt durch deine Kosten. Kostet dich ein Produkt 60 € und verkaufst du es für 100 €, hast du 40 % Marge und 66,67 % Aufschlag. Für 50 % Marge brauchst du einen Preis von 120 €.

Deine Marge 40,00 %
40,00 % Marge sind 66,67 % Aufschlag.

Die Marge rechnest du vom Verkaufspreis, den Aufschlag von deinen Kosten. Für 50,00 % Marge brauchst du einen Preis von 120,00 €.

Dein Aufschlag
66,67 %
Rohgewinn pro Stück
40,00 €
Preis für deine Wunschmarge
120,00 €
Nötiger Aufschlag für die Wunschmarge
100,00 %

Alle Beträge netto. Fixkosten wie Miete oder Gehälter sind im Rohgewinn nicht enthalten.

Alle Werte sind Modellrechnungen ohne Gewähr. Rundungsdifferenzen sind möglich.

Beispiel: 60 € Kosten pro Stück bei verschiedenen Verkaufspreisen

Verkaufspreis Deine MargeDein AufschlagRohgewinn pro Stück
70,00 € 14,29 %16,67 %10,00 €
80,00 € 25,00 %33,33 %20,00 €
100,00 € 40,00 %66,67 %40,00 €
120,00 € 50,00 %100,00 %60,00 €
150,00 € 60,00 %150,00 %90,00 €

Was dieser Rechner macht

Der Rechner zeigt dir aus deinen Kosten und deinem Verkaufspreis drei Zahlen: die Marge, den Aufschlag und den Rohgewinn pro Stück. Dazu rechnet er rückwärts. Du gibst eine Wunschmarge ein und siehst, welchen Preis du dafür brauchst.

Marge und Aufschlag werden oft verwechselt. Beide beschreiben denselben Rohgewinn. Sie beziehen ihn nur auf eine andere Basis. Genau das macht den Unterschied von 40 % zu 66,67 % im Beispiel unten.

Marge und Aufschlag: der Unterschied

Die Marge bezieht den Rohgewinn auf den Verkaufspreis. Sie beantwortet die Frage: Wie viel von jedem Euro Umsatz bleibt mir?

Marge = (Verkaufspreis − Kosten) ÷ Verkaufspreis

Der Aufschlag bezieht denselben Rohgewinn auf deine Kosten. Er beantwortet die Frage: Wie viel schlage ich auf meine Kosten drauf?

Aufschlag = (Verkaufspreis − Kosten) ÷ Kosten

Weil die Kosten kleiner sind als der Preis, ist der Aufschlag immer höher als die Marge. Wer beide verwechselt, hält seine Marge für größer, als sie ist.

So rechne ich das aus

Ich nehme die Startwerte des Rechners.

Schritt 1: Rohgewinn. Ein Produkt kostet dich 60 €. Du verkaufst es für 100 € netto. Es bleiben 40 € Rohgewinn pro Stück.

Schritt 2: Marge. 40 € geteilt durch 100 € ergibt 0,4. Das sind 40 % Marge.

Schritt 3: Aufschlag. 40 € geteilt durch 60 € ergibt 0,6667. Das sind 66,67 % Aufschlag.

Schritt 4: Preis für die Wunschmarge. Du willst 50 % Marge. Dann teilst du deine Kosten durch 1 minus die Marge, also 60 € geteilt durch 0,5. Das ergibt 120 €. Der nötige Aufschlag dafür ist 100 %. Du verdoppelst deine Kosten.

Umrechnungstabelle: Marge in Aufschlag

Mit dieser Tabelle rechnest du ohne Rechner um. Die Formel dahinter lautet: Aufschlag = Marge ÷ (1 − Marge).

Marge Nötiger Aufschlag
10 % 11,11 %
20 % 25,00 %
25 % 33,33 %
30 % 42,86 %
40 % 66,67 %
50 % 100,00 %
60 % 150,00 %
75 % 300,00 %

Umgekehrt geht es auch. Aus dem Aufschlag wird die Marge mit Aufschlag ÷ (1 + Aufschlag). 50 % Aufschlag sind 33,33 % Marge. 100 % Aufschlag sind 50 % Marge.

Marge bei Dienstleistungen

Verkaufst du eine Dienstleistung, sind deine Kosten pro Auftrag oft klein. Dazu zählen etwa ein Freelancer, den du dazuholst, Lizenzen für ein Projekt oder Zahlungsgebühren. Deine eigene Arbeitszeit steht in dieser Rechnung nicht. Die Marge sieht deshalb schnell sehr hoch aus, obwohl du für jeden Auftrag viele Stunden arbeitest.

Prüfe bei Dienstleistungen deshalb zwei Zahlen. Die Marge zeigt dir, was nach den Fremdkosten übrig bleibt. Der Stundensatz zeigt dir, ob dieser Rest deine Zeit bezahlt. Teile den Rohgewinn eines Auftrags durch die Stunden, die du dafür brauchst. Liegt das Ergebnis unter deinem Mindest-Stundensatz, ist die Marge auf dem Papier gut und in Wahrheit zu klein.

Häufige Fehler

Du hältst den Aufschlag für die Marge. Du schlägst 50 % auf deine Kosten und denkst, du hättest 50 % Marge. Tatsächlich sind es 33,33 %. Bei 60 € Kosten verkaufst du dann für 90 € und behältst 30 €, nicht 45 €.

Du verwechselst Marge mit Gewinn. Die Marge enthält keine Fixkosten. Ein Beispiel: Du verkaufst im Monat 500 Stück zu 100 € mit 40 % Marge. Das sind 50.000 € Umsatz und 20.000 € Rohgewinn. Kosten dich Miete, Gehälter und Werbung 15.000 €, bleiben 5.000 € Gewinn. Das sind 10 % vom Umsatz, nicht 40 %.

Du mischst brutto und netto. Rechne Kosten und Preis immer ohne Umsatzsteuer. Sonst stimmt die Marge nicht.

Du unterschätzt Rabatte. Ein Rabatt geht voll von deinem Rohgewinn ab. Gibst du auf 100 € Preis 10 % Rabatt, bleiben bei 60 € Kosten nur noch 30 € statt 40 €. Der Preis sinkt um 10 %, dein Rohgewinn um 25 %. Wie viele Verkäufe du dann zusätzlich brauchst, zeigt dir der Preiserhöhungs-Rechner unten bei den passenden Werkzeugen.

Was eine gute Marge für dich bedeutet

Aus meiner Sicht gibt es als Unternehmer zwei Wege, die funktionieren. Entweder du bist extrem günstig, weil du stark auf Technik, Prozesse und Struktur setzt. Oder du bist extrem gut und hilfst Menschen, die schon erfolgreich sind, noch erfolgreicher zu werden. Dafür bekommst du gute Preise und eine hohe Marge. Wer nur etwas günstiger ist als die anderen, hat keinen Vorteil.

Gute Preise sind dabei kein Selbstzweck. Sie finanzieren Rücklagen, gute Werkzeuge und echten Service. Mit zu niedrigen Preisen arbeitest du gegen dich selbst, weil sich Sorgfalt nicht mehr rechnet. Mehr dazu steht im Abschnitt über Premium-Preise im Artikel Kunden gewinnen als Coach oder Berater.

Eine hohe Marge hat noch einen Vorteil, den viele übersehen. Wer pro Kunde mehr verdient, kann mehr Geld in Marketing stecken als die Konkurrenz. Während andere ihre Marge verteidigen, überlegst du, wie weit du wachsen kannst.

Der Weg zu einer höheren Marge führt fast immer über den Wert für deinen Kunden. Je größer das Ergebnis für ihn ist, desto kleiner wirkt dein Preis. Wie du diesen Wert zeigst, bevor du den Preis nennst, erkläre ich im Artikel Verkaufspsychologie. Und warum die richtige Zielgruppe dafür der stärkste Hebel ist, steht im Artikel Zielgruppe eingrenzen.

Häufige Fragen

Wie rechne ich die Marge aus?
Zieh deine Kosten vom Verkaufspreis ab. Das ist dein Rohgewinn. Teile ihn durch den Verkaufspreis und nimm das Ergebnis mal 100. Bei 100 € Preis und 60 € Kosten sind das 40 € Rohgewinn und 40 % Marge. Rechne dabei immer mit Nettopreisen ohne Umsatzsteuer.
Ist die Marge der Gewinn?
Nein. Die Marge zeigt, was von einem einzelnen Verkauf nach den direkten Kosten übrig bleibt. Miete, Gehälter, Software und Werbung sind darin nicht enthalten. Erst wenn du diese Fixkosten abziehst, bleibt dein Gewinn. Eine Marge von 40 % kann deshalb am Ende 10 % Gewinn oder auch einen Verlust bedeuten.
Was bedeutet eine Marge von 100 %?
Eine Marge von 100 % hieße, dass dich ein Verkauf gar nichts kostet. Der ganze Preis wäre Rohgewinn. Meist meint jemand mit 100 % aber den Aufschlag. 100 % Aufschlag bedeutet: Du verdoppelst deine Kosten. Aus 60 € Kosten werden 120 € Preis. Das sind 50 % Marge.
Wie viel Prozent Marge ist gut?
Das hängt von deinem Geschäftsmodell ab. Eine gute Marge deckt deine Fixkosten, lässt Gewinn übrig und finanziert Marketing und Rücklagen. Rechne deshalb rückwärts: Was musst du im Monat verdienen, und wie viele Stücke verkaufst du? Daraus ergibt sich die Marge, die du brauchst. Den Preis dazu zeigt dir der Rechner.
Wie viel Prozent Aufschlag auf den Einkaufspreis?
So viel, wie deine Wunschmarge verlangt. Die Formel lautet: Aufschlag gleich Marge geteilt durch 1 minus Marge. Für 20 % Marge brauchst du 25 % Aufschlag, für 30 % Marge 42,86 %, für 40 % Marge 66,67 % und für 50 % Marge 100 %. Der Aufschlag ist immer höher als die Marge, weil er sich auf die kleineren Kosten bezieht.
Was genau ist eine Marge?
Die Marge ist der Anteil am Verkaufspreis, der nach den direkten Kosten übrig bleibt. Sie sagt dir, wie viel Cent von jedem Euro Umsatz für Fixkosten und Gewinn bleiben. Bei 40 % Marge sind das 40 Cent von jedem Euro.

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Modellrechnung auf Basis deiner Eingaben, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung und keine Zusage einer Wertentwicklung. Ob etwas in deiner Situation passt, klärst du mit einem Steuerberater. Ausführlicher Hinweis.