Arbeitszeitrechner: Arbeitszeit und Stunden berechnen

Von . Stand: 18. Oktober 2026

Arbeitszeit ist die Zeit von Beginn bis Ende minus alle Pausen. Wer von 8:00 bis 16:30 Uhr da ist und 30 Minuten Pause macht, arbeitet 8:00 Stunden. In Dezimalstunden sind das 8,00 Stunden, bei fünf Tagen 40:00 Stunden in der Woche. Ab mehr als 6 Stunden Arbeit schreibt das Arbeitszeitgesetz Angestellten 30 Minuten Pause vor, ab mehr als 9 Stunden 45 Minuten.

Arbeitszeit pro Tag 8:00 Std.
8:00 Std. Arbeit am Tag, 40:00 Std. in der Woche.

In Dezimalstunden sind das 8,00 Stunden am Tag. So stehen sie auf Rechnungen und in der Lohnabrechnung.

In Dezimalstunden
8,00 Std.
Anwesenheit mit Pausen
8:30 Std.
Arbeitszeit pro Woche
40:00 Std.
Gesetzliche Mindestpause
30 Minuten
Wert zum Stundensatz pro Tag
kein Stundensatz eingetragen

Pausen zählen nicht zur Arbeitszeit. Die Mindestpause folgt aus § 4 Arbeitszeitgesetz und gilt für Angestellte.

Alle Werte sind Modellrechnungen ohne Gewähr. Rundungsdifferenzen sind möglich.

Beispiel: Beginn 8:00 Uhr, 30 Minuten Pause, 5 Arbeitstage

Ende um (Uhr) Arbeitszeit pro TagArbeitszeit pro WocheGesetzliche Mindestpause
13 4:30 Std.22:30 Std.0 Minuten
15 6:30 Std.32:30 Std.30 Minuten
16 7:30 Std.37:30 Std.30 Minuten
17 8:30 Std.42:30 Std.30 Minuten
18 9:30 Std.47:30 Std.45 Minuten

Was dieser Rechner macht

Der Rechner zeigt dir aus Beginn, Ende und Pausen deine Arbeitszeit für einen Tag. Dazu bekommst du dieselbe Zeit in Dezimalstunden, die Arbeitszeit für die ganze Woche und die Pause, die das Gesetz für Angestellte mindestens vorschreibt.

Bist du selbstständig, trägst du zusätzlich deinen Stundensatz ein. Dann siehst du sofort, was ein Arbeitstag auf der Rechnung wert ist. Endet eine Schicht nach Mitternacht, rechnet der Rechner automatisch über den Tag hinaus.

So rechne ich die Arbeitszeit aus

Ich nehme die Startwerte des Rechners.

Schritt 1: Anwesenheit. Du fängst um 8:00 Uhr an und hörst um 16:30 Uhr auf. Das sind 8 Stunden und 30 Minuten.

Schritt 2: Pausen abziehen. Du machst 30 Minuten Mittagspause. Es bleiben 8:00 Stunden Arbeitszeit.

Schritt 3: Dezimalstunden. 8 Stunden und 0 Minuten sind 8,00 Stunden. Hättest du 8 Stunden und 15 Minuten gearbeitet, wären es 8,25 Stunden.

Schritt 4: Woche. Bei fünf Arbeitstagen sind das 40:00 Stunden in der Woche.

Schritt 5: Pause prüfen. 8 Stunden Arbeit liegen über 6 Stunden. Dafür schreibt das Gesetz mindestens 30 Minuten Pause vor. Die 30 Minuten reichen also.

Minuten in Dezimalstunden umrechnen

Auf Rechnungen und in Lohnabrechnungen stehen Stunden fast immer als Dezimalzahl. Mit 8,25 Stunden kannst du direkt rechnen, mit 8:15 Stunden nicht. Die Regel ist einfach: Minuten geteilt durch 60.

Minuten Dezimalstunden
5 0,08
10 0,17
15 0,25
20 0,33
30 0,50
40 0,67
45 0,75
50 0,83

Ein Beispiel: 7 Stunden und 40 Minuten sind 7,67 Stunden. Wer stattdessen 7,40 schreibt, rechnet sich 16 Minuten weg. Bei einem Stundensatz von 90 € fehlen so 24 € auf jeder Rechnung.

Pausen: was das Gesetz vorschreibt

Für Angestellte regelt § 4 Arbeitszeitgesetz die Pausen. Bei mehr als 6 bis zu 9 Stunden Arbeit sind mindestens 30 Minuten Pause Pflicht. Bei mehr als 9 Stunden sind es mindestens 45 Minuten. Die Pause darf in Abschnitte von mindestens 15 Minuten geteilt werden. Länger als 6 Stunden am Stück darf niemand ohne Pause arbeiten.

Wichtig ist der Bezug: Gemeint ist die Arbeitszeit ohne Pausen. Wer 9 Stunden und 30 Minuten anwesend ist und 30 Minuten Pause macht, arbeitet genau 9 Stunden. Dafür reichen 30 Minuten. Wer 10 Stunden anwesend ist und nur 30 Minuten Pause macht, arbeitet 9 Stunden und 30 Minuten. Dann fehlen 15 Minuten Pause. Der Rechner prüft das für dich und zeigt einen Hinweis.

So lange dürfen Angestellte arbeiten

Nach § 3 Arbeitszeitgesetz dürfen Angestellte an einem Werktag 8 Stunden arbeiten. Bis zu 10 Stunden sind erlaubt, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden am Werktag nicht überschritten werden. Nach Feierabend müssen mindestens 11 Stunden Ruhezeit folgen.

Für dich als Selbstständigen gilt das Gesetz nicht. Für deine Mitarbeiter gilt es aber, und du trägst die Verantwortung. Ein Arbeitszeitrechner hilft dir, Dienstpläne vorher zu prüfen, statt Fehler nachträglich zu entdecken.

Arbeitszeit für dein Team planen

Beschäftigst du Mitarbeiter, plane die Schichten, bevor die Woche beginnt. Trag für jeden Mitarbeiter Beginn, Ende und Pausen in den Rechner ein und vergleiche die Wochenstunden mit dem Arbeitsvertrag. So siehst du früh, wo Überstunden entstehen und wo jemand unter seiner vereinbarten Zeit bleibt.

Achte dabei auf drei Werte: die Pause je Tag, höchstens 10 Stunden Arbeit am Werktag und die 11 Stunden Ruhezeit bis zur nächsten Schicht. Wer abends um 22:00 Uhr aufhört, darf am nächsten Tag frühestens um 9:00 Uhr wieder anfangen. Ein fester Plan schützt deine Mitarbeiter und dich vor Ärger bei einer Prüfung.

Für Selbstständige: Stunden richtig abrechnen

Rechnest du nach Stunden ab, entscheidet die saubere Zeiterfassung über deinen Umsatz. Drei Regeln helfen dabei.

Erfasse jeden Block sofort. Wer abends aus dem Gedächtnis aufschreibt, vergisst kurze Telefonate, Abstimmungen und Nacharbeit. Genau diese Viertelstunden summieren sich über einen Monat zu vielen Stunden.

Trenne Arbeitszeit und abrechenbare Zeit. Nicht jede Stunde kannst du einem Kunden berechnen. Buchhaltung, Akquise und Weiterbildung gehören dazu, bezahlt sie aber niemand direkt. Darum muss dein Stundensatz höher sein als dein Wunschgehalt geteilt durch alle Arbeitsstunden. Wie hoch genau, zeigt dir der Stundensatz-Rechner.

Rechne in Dezimalstunden. Auf der Rechnung steht dann zum Beispiel: 12,75 Stunden mal 90 € gleich 1.147,50 € netto. Das versteht dein Kunde, und es lässt sich prüfen. Die Umsatzsteuer kommt danach dazu. Wie du von netto auf brutto kommst, zeigt der MwSt-Rechner bei den passenden Werkzeugen.

Viele Selbstständige unterschätzen ihre Arbeitszeit. Trag deshalb eine Woche lang jeden Tag Beginn, Ende und Pausen in den Rechner ein und schreib die Wochenstunden auf. Diese Zahl zeigt dir ehrlich, wie viel Zeit dein Business wirklich kostet. Sie ist der Ausgangspunkt, um Aufgaben an KI oder an Mitarbeiter abzugeben.

Häufige Fehler

Du vergisst die Pause. Anwesenheit ist nicht Arbeitszeit. Wer die Pause nicht abzieht, schreibt jeden Tag 30 Minuten zu viel auf.

Du schreibst Minuten als Dezimalstellen. 8 Stunden und 30 Minuten sind 8,50 Stunden, nicht 8,30. Der Fehler wirkt klein, kostet aber bei jeder Abrechnung Geld.

Du rechnest über Mitternacht falsch. Eine Schicht von 22:00 bis 6:00 Uhr dauert 8 Stunden. Wer einfach 6 minus 22 rechnet, bekommt einen negativen Wert. Der Rechner zählt in diesem Fall 24 Stunden dazu.

Du prüfst die Pause gegen die Anwesenheit. Maßgeblich ist die Arbeitszeit ohne Pausen. Wer 6 Stunden und 20 Minuten anwesend ist und 20 Minuten Pause macht, arbeitet genau 6 Stunden. Dafür schreibt das Gesetz noch keine Pause vor.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meine Arbeitszeit?
Zieh den Beginn vom Ende ab und dann alle Pausen. Bist du von 8:00 bis 16:30 Uhr im Betrieb, sind das 8 Stunden und 30 Minuten Anwesenheit. Mit 30 Minuten Pause bleiben 8:00 Stunden Arbeitszeit. Für die Woche nimmst du diesen Wert mal die Zahl deiner Arbeitstage.
Wie rechne ich Minuten in Dezimalstunden um?
Teile die Minuten durch 60. 15 Minuten sind 0,25 Stunden, 30 Minuten 0,5 Stunden und 45 Minuten 0,75 Stunden. 7 Stunden und 20 Minuten sind also 7,33 Stunden, nicht 7,20. Dezimalstunden brauchst du für Rechnungen, Lohnabrechnungen und Tabellen, weil man mit ihnen direkt multiplizieren kann.
Wie viel Pause steht mir bei 8 Stunden Arbeit zu?
Bei mehr als 6 bis zu 9 Stunden Arbeit schreibt das Arbeitszeitgesetz mindestens 30 Minuten Pause vor, bei mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten. Die Pause darfst du in Abschnitte von mindestens 15 Minuten teilen. Länger als 6 Stunden am Stück dürfen Angestellte nicht ohne Pause arbeiten. So steht es in § 4 Arbeitszeitgesetz.
Wie viele Stunden darf man am Tag arbeiten?
Angestellte dürfen an einem Werktag 8 Stunden arbeiten. Bis zu 10 Stunden sind erlaubt, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden am Werktag nicht überschritten werden (§ 3 Arbeitszeitgesetz). Nach Feierabend müssen mindestens 11 Stunden Ruhezeit folgen.
Gilt das Arbeitszeitgesetz auch für Selbstständige?
Nein. Das Arbeitszeitgesetz schützt Arbeitnehmer. Als Selbstständiger ohne Arbeitsvertrag bestimmst du deine Arbeitszeit selbst. Sobald du Mitarbeiter beschäftigst, gilt es für sie, und du bist dafür verantwortlich, dass Pausen und Höchstarbeitszeit eingehalten werden.
Zählt die Pause zur Arbeitszeit?
Nein. Ruhepausen zählen nicht zur Arbeitszeit. Darum zieht der Rechner sie von der Anwesenheit ab. Kurze Unterbrechungen, in denen du arbeitsbereit bleibst, sind dagegen keine Ruhepause. Im Zweifel klärst du das mit einem Anwalt für Arbeitsrecht.

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Modellrechnung auf Basis deiner Eingaben, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung und keine Zusage einer Wertentwicklung. Ob etwas in deiner Situation passt, klärst du mit einem Steuerberater. Ausführlicher Hinweis.