Was dieser Rechner macht
Der Rechner zeigt dir aus Beginn, Ende und Pausen deine Arbeitszeit für einen Tag. Dazu bekommst du dieselbe Zeit in Dezimalstunden, die Arbeitszeit für die ganze Woche und die Pause, die das Gesetz für Angestellte mindestens vorschreibt.
Bist du selbstständig, trägst du zusätzlich deinen Stundensatz ein. Dann siehst du sofort, was ein Arbeitstag auf der Rechnung wert ist. Endet eine Schicht nach Mitternacht, rechnet der Rechner automatisch über den Tag hinaus.
So rechne ich die Arbeitszeit aus
Ich nehme die Startwerte des Rechners.
Schritt 1: Anwesenheit. Du fängst um 8:00 Uhr an und hörst um 16:30 Uhr auf. Das sind 8 Stunden und 30 Minuten.
Schritt 2: Pausen abziehen. Du machst 30 Minuten Mittagspause. Es bleiben 8:00 Stunden Arbeitszeit.
Schritt 3: Dezimalstunden. 8 Stunden und 0 Minuten sind 8,00 Stunden. Hättest du 8 Stunden und 15 Minuten gearbeitet, wären es 8,25 Stunden.
Schritt 4: Woche. Bei fünf Arbeitstagen sind das 40:00 Stunden in der Woche.
Schritt 5: Pause prüfen. 8 Stunden Arbeit liegen über 6 Stunden. Dafür schreibt das Gesetz mindestens 30 Minuten Pause vor. Die 30 Minuten reichen also.
Minuten in Dezimalstunden umrechnen
Auf Rechnungen und in Lohnabrechnungen stehen Stunden fast immer als Dezimalzahl. Mit 8,25 Stunden kannst du direkt rechnen, mit 8:15 Stunden nicht. Die Regel ist einfach: Minuten geteilt durch 60.
| Minuten | Dezimalstunden |
|---|---|
| 5 | 0,08 |
| 10 | 0,17 |
| 15 | 0,25 |
| 20 | 0,33 |
| 30 | 0,50 |
| 40 | 0,67 |
| 45 | 0,75 |
| 50 | 0,83 |
Ein Beispiel: 7 Stunden und 40 Minuten sind 7,67 Stunden. Wer stattdessen 7,40 schreibt, rechnet sich 16 Minuten weg. Bei einem Stundensatz von 90 € fehlen so 24 € auf jeder Rechnung.
Pausen: was das Gesetz vorschreibt
Für Angestellte regelt § 4 Arbeitszeitgesetz die Pausen. Bei mehr als 6 bis zu 9 Stunden Arbeit sind mindestens 30 Minuten Pause Pflicht. Bei mehr als 9 Stunden sind es mindestens 45 Minuten. Die Pause darf in Abschnitte von mindestens 15 Minuten geteilt werden. Länger als 6 Stunden am Stück darf niemand ohne Pause arbeiten.
Wichtig ist der Bezug: Gemeint ist die Arbeitszeit ohne Pausen. Wer 9 Stunden und 30 Minuten anwesend ist und 30 Minuten Pause macht, arbeitet genau 9 Stunden. Dafür reichen 30 Minuten. Wer 10 Stunden anwesend ist und nur 30 Minuten Pause macht, arbeitet 9 Stunden und 30 Minuten. Dann fehlen 15 Minuten Pause. Der Rechner prüft das für dich und zeigt einen Hinweis.
So lange dürfen Angestellte arbeiten
Nach § 3 Arbeitszeitgesetz dürfen Angestellte an einem Werktag 8 Stunden arbeiten. Bis zu 10 Stunden sind erlaubt, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden am Werktag nicht überschritten werden. Nach Feierabend müssen mindestens 11 Stunden Ruhezeit folgen.
Für dich als Selbstständigen gilt das Gesetz nicht. Für deine Mitarbeiter gilt es aber, und du trägst die Verantwortung. Ein Arbeitszeitrechner hilft dir, Dienstpläne vorher zu prüfen, statt Fehler nachträglich zu entdecken.
Arbeitszeit für dein Team planen
Beschäftigst du Mitarbeiter, plane die Schichten, bevor die Woche beginnt. Trag für jeden Mitarbeiter Beginn, Ende und Pausen in den Rechner ein und vergleiche die Wochenstunden mit dem Arbeitsvertrag. So siehst du früh, wo Überstunden entstehen und wo jemand unter seiner vereinbarten Zeit bleibt.
Achte dabei auf drei Werte: die Pause je Tag, höchstens 10 Stunden Arbeit am Werktag und die 11 Stunden Ruhezeit bis zur nächsten Schicht. Wer abends um 22:00 Uhr aufhört, darf am nächsten Tag frühestens um 9:00 Uhr wieder anfangen. Ein fester Plan schützt deine Mitarbeiter und dich vor Ärger bei einer Prüfung.
Für Selbstständige: Stunden richtig abrechnen
Rechnest du nach Stunden ab, entscheidet die saubere Zeiterfassung über deinen Umsatz. Drei Regeln helfen dabei.
Erfasse jeden Block sofort. Wer abends aus dem Gedächtnis aufschreibt, vergisst kurze Telefonate, Abstimmungen und Nacharbeit. Genau diese Viertelstunden summieren sich über einen Monat zu vielen Stunden.
Trenne Arbeitszeit und abrechenbare Zeit. Nicht jede Stunde kannst du einem Kunden berechnen. Buchhaltung, Akquise und Weiterbildung gehören dazu, bezahlt sie aber niemand direkt. Darum muss dein Stundensatz höher sein als dein Wunschgehalt geteilt durch alle Arbeitsstunden. Wie hoch genau, zeigt dir der Stundensatz-Rechner.
Rechne in Dezimalstunden. Auf der Rechnung steht dann zum Beispiel: 12,75 Stunden mal 90 € gleich 1.147,50 € netto. Das versteht dein Kunde, und es lässt sich prüfen. Die Umsatzsteuer kommt danach dazu. Wie du von netto auf brutto kommst, zeigt der MwSt-Rechner bei den passenden Werkzeugen.
Viele Selbstständige unterschätzen ihre Arbeitszeit. Trag deshalb eine Woche lang jeden Tag Beginn, Ende und Pausen in den Rechner ein und schreib die Wochenstunden auf. Diese Zahl zeigt dir ehrlich, wie viel Zeit dein Business wirklich kostet. Sie ist der Ausgangspunkt, um Aufgaben an KI oder an Mitarbeiter abzugeben.
Häufige Fehler
Du vergisst die Pause. Anwesenheit ist nicht Arbeitszeit. Wer die Pause nicht abzieht, schreibt jeden Tag 30 Minuten zu viel auf.
Du schreibst Minuten als Dezimalstellen. 8 Stunden und 30 Minuten sind 8,50 Stunden, nicht 8,30. Der Fehler wirkt klein, kostet aber bei jeder Abrechnung Geld.
Du rechnest über Mitternacht falsch. Eine Schicht von 22:00 bis 6:00 Uhr dauert 8 Stunden. Wer einfach 6 minus 22 rechnet, bekommt einen negativen Wert. Der Rechner zählt in diesem Fall 24 Stunden dazu.
Du prüfst die Pause gegen die Anwesenheit. Maßgeblich ist die Arbeitszeit ohne Pausen. Wer 6 Stunden und 20 Minuten anwesend ist und 20 Minuten Pause macht, arbeitet genau 6 Stunden. Dafür schreibt das Gesetz noch keine Pause vor.