Was dieser Rechner macht
Der Rechner zeigt dir, wie viel du mit Skonto zahlst und wie viel du sparst. Dazu rechnet er die Ersparnis in einen Jahreszins um. So siehst du, ob sich frühes Zahlen lohnt, und vergleichst den Wert direkt mit den Zinsen für einen Kredit.
Du gibst den Rechnungsbetrag, den Skontosatz, die Skontofrist und das Zahlungsziel ein. Die Angaben stehen auf der Rechnung, meist in einem Satz wie „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, sonst 30 Tage netto“.
Die Formeln
Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz
Zahlbetrag = Rechnungsbetrag − Skontobetrag
Jahreszins = Skontosatz ÷ (1 − Skontosatz) × 365 ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist)
Der Jahreszins beantwortet eine Frage: Wie teuer ist es, das Skonto liegen zu lassen? Wer nicht innerhalb der Frist zahlt, bekommt vom Lieferanten einen Kredit über die restlichen Tage. Der Preis dafür ist das Skonto, auf das er verzichtet.
So rechne ich das aus
Ich nehme die Startwerte des Rechners.
Schritt 1: Skontobetrag. 1.000 € mal 2 % ergibt 20 € Ersparnis.
Schritt 2: Zahlbetrag. 1.000 € minus 20 € ergibt 980 €, wenn du innerhalb von 10 Tagen zahlst.
Schritt 3: Gewonnene Tage. Ohne Skonto dürftest du bis zum 30. Tag warten. Mit Skonto zahlst du 20 Tage früher.
Schritt 4: Jahreszins. Du sparst 20 € auf 980 € für 20 Tage. Das sind 2,04 % in 20 Tagen. Hochgerechnet auf 365 Tage ergibt das 37,24 % im Jahr.
Skonto als Kredit: warum der Zins so hoch ist
Der Jahreszins wirkt auf den ersten Blick übertrieben. Er entsteht, weil 2 % für nur 20 Tage gelten. Ein Jahr hat gut 18 solcher Zeiträume. Wer jede Rechnung mit Skonto zahlt, verdient diese 2 % also immer wieder.
Daraus folgt eine einfache Regel: Ist das Geld auf dem Konto, zahl mit Skonto. Ist es nicht da, vergleiche den Jahreszins mit dem Zins deines Kontokorrents. Liegt dein Kreditzins darunter, lohnt sich Skonto auch dann, wenn du dafür kurz ins Minus gehst. Wie hoch dein Zins genau ist, steht in deinem Kontoauszug oder Kreditvertrag.
Bei kleinen Skontosätzen und langen Fristen fällt der Zins deutlich niedriger aus. 1 % Skonto bei 14 Tagen Frist und 30 Tagen Zahlungsziel entspricht rund 23 % im Jahr. Auch das schlägt die meisten Kredite. Prüf es trotzdem mit deinen eigenen Zahlen im Rechner.
Skonto und Umsatzsteuer
Ziehst du Skonto, zahlst du weniger, und damit sinkt auch die Umsatzsteuer im Rechnungsbetrag. Nach § 17 UStG berichtigt der Verkäufer deshalb seine Umsatzsteuer und der Käufer seine Vorsteuer. Bei 1.190 € brutto mit 19 % und 2 % Skonto zahlst du 1.166,20 €. Darin stecken 980 € netto und 186,20 € Umsatzsteuer statt 190 €.
Für die Buchhaltung heißt das: Erhaltenes Skonto mindert deinen Einkaufspreis, und die Vorsteuer sinkt anteilig mit. Viele Buchhaltungsprogramme rechnen das selbst, wenn du den Zahlbetrag der Rechnung zuordnest. Im Zweifel fragst du deinen Steuerberater. Wie du allgemein von netto auf brutto rechnest, zeigt der MwSt-Rechner bei den passenden Werkzeugen.
Skonto anbieten oder nicht
Als Verkäufer gibst du mit Skonto Marge ab. Der Abzug geht voll vom Rohgewinn ab. Ein Beispiel: Du verkaufst für 1.000 € netto mit 30 % Marge. Dein Rohgewinn beträgt 300 €. Zieht der Kunde 2 % Skonto, fehlen dir 20 €. Das sind 6,67 % deines Rohgewinns.
Dafür bekommst du dein Geld 20 Tage früher und hast weniger offene Rechnungen. Lohnt sich das? Es kommt auf deine Lage an. Fehlt dir Liquidität, kann Skonto günstiger sein als ein Kredit. Läuft dein Konto gut, ist ein kürzeres Zahlungsziel oft die bessere Wahl. Bei Dienstleistungen ist auch eine Anzahlung zum Projektstart üblich.
Wie stark kleine Abzüge deinen Gewinn treffen, zeigt der Marge-Rechner. Wie viele Verkäufe du nach einem Rabatt zusätzlich brauchst, rechnet der Preiserhöhungs-Rechner.
Skonto in deinen Zahlungsbedingungen
Bietest du Skonto an, schreib die Bedingung eindeutig auf die Rechnung. Ein Beispiel: „Zahlbar innerhalb von 10 Tagen ab Rechnungsdatum mit 2 % Skonto oder innerhalb von 30 Tagen ohne Abzug.“ Nenne immer, ab wann die Frist läuft. Sonst rechnet dein Kunde ab dem Tag, an dem er die Rechnung geöffnet hat.
Noch einfacher wird es, wenn du den Betrag und das Datum gleich ausrechnest: „Bei Zahlung bis 28.10.2026: 1.166,20 €.“ Dein Kunde muss dann nichts selbst rechnen, und Rückfragen entfallen. Der Rechner oben liefert dir den Betrag dafür in Sekunden.
Häufige Fehler
Du ziehst Skonto nach Ablauf der Frist. Dann zahlst du zu wenig, und der Lieferant fordert den Rest. Maßgeblich ist, was in den Zahlungsbedingungen steht. Plane die Überweisung so, dass das Geld rechtzeitig ankommt.
Du rechnest den Jahreszins mit dem vollen Betrag. Du zahlst nur 98 %, nicht 100 %. Die genaue Formel teilt deshalb durch 1 minus Skontosatz.
Du verwechselst „netto“ mit „ohne Steuer“. In Zahlungsbedingungen bedeutet „30 Tage netto“ ohne Abzug, nicht ohne Umsatzsteuer.
Du vergisst die Vorsteuer. Ziehst du Skonto, sinkt auch deine abziehbare Vorsteuer. Der Abzug enthält einen Steueranteil.